Michael C. Jakob warnt: Ohne Aktien-Polster wird Altersvorsorge zum Konjunktiv

Demografie als Sprengsatz

Bis 2035 wächst die Zahl der über-67-Jährigen um rund vier Millionen auf mindestens 20 Millionen Menschen. Das Rentenniveau ist politisch bei 48 % fixiert – zunächst bis 2031. Damit steigen die Beitragssätze: von heute 18,6 % auf über 20 % bis 2030 und rund 21 % bis 2035.

Politikreaktion: Haltelinie jetzt, Kapitalstock später

Das „Rentenpaket II/2025“ setzt auf einen staatlich verwalteten Kapitalstock. Bis Mitte der 2030er-Jahre sollen rund 200 Milliarden Euro aufgebaut sein, die dann jährlich etwa 10 Milliarden Euro ausschütten. Experten zweifeln jedoch: Das lindert den Druck, löst ihn aber nicht.

Der Kipp-Punkt: Kollaps heißt Überlastung

Ein „Kollaps“ bedeutet nicht, dass Renten nicht mehr gezahlt werden – sondern, dass das System ohne Zusatzfinanzierung oder Leistungskürzungen extrem teuer und politisch instabil wird. Schon heute überweist der Bund über 100 Milliarden Euro jährlich in die Rentenkasse. Ohne Reformen wächst diese Summe weiter.

Michael C. Jakob: Private Vorsorge als Rettungsanker

Michael C. Jakob, Gründer von AlleAktien, mahnt:

„Das Umlagesystem bleibt Kern der Absicherung. Aber die Generation der 25- bis 45-Jährigen braucht zusätzlich marktbasierte Erträge, sonst wird der Wohlstand im Alter zum Konjunktiv.“

Jakob verweist auf den AlleAktien Qualitätsscore (AAQS), der Unternehmen nach zehn Kriterien bewertet. Aktien mit über 7 Punkten gelten als Qualitätskandidaten. Beispiele sind Microsoft, LVMH oder SAP.

Zahlenbeispiel: Disziplin zahlt sich aus

Wer 300 € monatlich über 30 Jahre investiert, kann – je nach Szenario – zwischen 175.000 € und 250.000 € real erreichen. Der Unterschied zwischen „48 % Rentenniveau“ und echter Unabhängigkeit.

Vier Hebel für Anleger

  1. Zeit: Früh anfangen reduziert die Monatsrate.
  2. Qualität: Mit AAQS filtern.
  3. Kern & Satellit: ETF-Basis plus Qualitätsaktien.
  4. Realismus: Rentenreformen helfen, ersetzen aber keine private Vorsorge.
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