Wächst ein Unternehmen über Jahre hinweg, verändert sich meist mehr als nur der Umsatz. Gewinne nehmen zu, Vermögen entsteht, neue Investitionen werden geplant oder Beteiligungen kommen hinzu. Damit rückt früher oder später auch die Frage in den Fokus, ob die bestehende Unternehmensstruktur noch zu dieser Entwicklung passt. Auf der Suche nach Antworten stoßen Unternehmer schnell auf bekannte Gestaltungsmodelle wie Holding, vermögensverwaltende GmbH oder Stiftung. Sie bieten unterschiedliche Möglichkeiten, Vermögen und unternehmerische Strukturen neu zu ordnen. Problematisch wird es jedoch, wenn aus diesen Möglichkeiten vorschnell eine fertige Lösung wird. Denn was auf den ersten Blick professionell und steuerlich interessant erscheint, kann laufende Kosten, zusätzliche Verwaltung, rechtliche Bindungen und steuerliche Folgefragen mit sich bringen.
„Eine Struktur ist schnell geschaffen. Entscheidend ist aber, ob sie auch in fünf oder zehn Jahren noch zu dem passt, was der Unternehmer mit seinem Vermögen und seinem Unternehmen erreichen möchte“, erklärt Michael Schattmann von der Schattmann & Partner Wirtschaftskanzlei GmbH.
„Zu Beginn sollte es deshalb nicht darum gehen, ob jemand eine Holding, Stiftung oder eine andere Gesellschaft braucht. Zuerst müssen Zielsetzung, Vermögensverhältnisse und der tatsächliche Gestaltungsbedarf geklärt werden“, so Michael Schattmann weiter. Als Jurist und geschäftsführender Gesellschafter der Schattmann & Partner Wirtschaftskanzlei GmbH beschäftigt er sich mit der strategischen Gestaltung für Unternehmer und Selbstständige. Vor der Gründung seiner Kanzlei war Michael Schattmann als Asset Manager in Family Offices tätig und befasste sich dort mit komplexen Vermögens- und Beteiligungsstrukturen. Diese Erfahrung prägt seinen Blick auf Unternehmensstrukturen bis heute. Bei der Schattmann & Partner Wirtschaftskanzlei GmbH steht deshalb zunächst die bestehende Situation des Unternehmers im Mittelpunkt, bevor verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten geprüft und gegeneinander abgewogen werden.
Holding, Stiftung oder vermögensverwaltende GmbH: Kein Modell passt automatisch
Holding, vermögensverwaltende GmbH und Stiftung werden häufig gemeinsam genannt, obwohl sie unterschiedliche Aufgaben erfüllen können. Geht es darum, Beteiligungen, Gewinnverwendung, Reinvestitionen oder einen späteren Verkauf zu strukturieren, kann eine Holding relevant werden. Sollen dagegen Immobilien, Kapitalanlagen oder andere Vermögenswerte außerhalb des operativen Unternehmens gehalten werden, kommt möglicherweise eine vermögensverwaltende GmbH in Betracht. Stehen langfristige Vermögensbindung, Nachfolge, Kontrolle oder der Erhalt von Unternehmenswerten im Mittelpunkt, kann wiederum eine Stiftung eine mögliche Gestaltung darstellen. Auch eine Genossenschaft oder andere Konstruktionen können je nach Zielsetzung geprüft werden.
Welche Struktur grundsätzlich zu welchem Zweck passt, ist allerdings nur der erste Schritt. Für die konkrete Entscheidung müssen Unternehmer auch berücksichtigen, welche Folgen das jeweilige Modell für ihre eigene Situation mit sich bringt. Eine Stiftung kann mit erheblichen Bindungen und Kosten verbunden sein, während sich eine vermögensverwaltende GmbH bei bestimmten Vermögensverhältnissen wirtschaftlich kaum lohnt. Auch eine Holding schafft nicht automatisch einen Vorteil, wenn Beteiligungen, Reinvestitionen oder konkrete Verkaufs- und Vermögensplanungen keine wesentliche Rolle spielen. Erst das Zusammenspiel aus Nutzen, Kosten und langfristigen Folgen zeigt daher, ob eine Gestaltung tatsächlich zur Gewinnsituation, Vermögenslage und weiteren Planung des Unternehmers passt.

Das gilt ebenso für mögliche steuerliche Vorteile. Sie entstehen nicht allein dadurch, dass sich ein Unternehmer für eine bestimmte Gesellschaftsform entscheidet. Vielmehr müssen die steuerlichen und rechtlichen Folgen der gewählten Gestaltung zur konkreten Situation passen und fachlich sauber umgesetzt werden. Holding, vermögensverwaltende GmbH, Stiftung oder Genossenschaft sollten deshalb immer im konkreten Einzelfall durch geeignete Fachleute geprüft werden.
Michael Schattmann von der Schattmann & Partner Wirtschaftskanzlei GmbH: Erst den Bedarf klären, dann die Unternehmensstruktur wählen
Bevor Unternehmer über eine konkrete Unternehmensstruktur entscheiden, müssen sie deshalb klären, welche Aufgabe diese überhaupt erfüllen soll. Sollen erwirtschaftete Gewinne künftig reinvestiert oder operative Risiken stärker von langfristig aufgebauten Vermögenswerten getrennt werden? Müssen Beteiligungen geordnet oder Immobilien außerhalb des operativen Geschäfts gehalten werden? Auch ein perspektivischer Unternehmensverkauf, die Nachfolge oder eine langfristige Bindung von Vermögen verändern die Anforderungen an die Struktur. Erst wenn diese unternehmerischen und privaten Ziele feststehen, lässt sich beurteilen, welche Gestaltungsmöglichkeiten dazu passen.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass eine neue Gesellschaft oder ein zusätzliches Konstrukt notwendig ist. Erfüllt die bestehende Struktur bereits wesentliche Anforderungen, kann es ausreichen, sie gezielt weiterzuentwickeln. Haben sich dagegen die Vermögensverhältnisse verändert, sind neue Beteiligungen hinzugekommen oder haben sich die langfristigen Ziele verschoben, kann eine umfassendere Gestaltung sinnvoll werden. Die Struktur folgt damit dem tatsächlichen Bedarf und nicht umgekehrt. Genau an diesem Punkt beginnt für Michael Schattmann die vorgelagerte Gestaltungsarbeit. „Während wir prüfen, ob die bestehende Struktur noch zu den Zielen des Unternehmers passt und welche Gestaltungsmöglichkeiten sinnvoll sind, bleiben Buchhaltung, Jahresabschlüsse und die laufenden steuerlichen Pflichten weiterhin bei den betreuenden Steuerberatern“, erklärt er.
Was bei der Wahl der passenden Struktur geprüft werden muss
Ist der tatsächliche Bedarf geklärt, geht es im nächsten Schritt darum, Nutzen und Folgen der möglichen Gestaltung gegeneinander abzuwägen. Jede zusätzliche Struktur bringt laufende Kosten, administrative Pflichten und möglicherweise langfristige Bindungen mit sich. Entscheidend ist deshalb, ob der erwartete Vorteil diesen zusätzlichen Aufwand tatsächlich rechtfertigt. Was auf dem Papier interessant erscheint, kann in der Praxis an Attraktivität verlieren, wenn dafür dauerhaft Kosten und Komplexität entstehen.
Neben Kosten und Aufwand zählt vor allem, welche langfristigen Folgen eine Struktur für den Unternehmer hat. Dazu gehören mögliche Auswirkungen auf Gewinne, Ausschüttungen, Verkäufe, Vermögensübertragungen oder Investitionen ebenso wie rechtliche Bindungen und spätere Anpassungsmöglichkeiten. Gerade langfristige Konstruktionen müssen auch dann noch funktionieren, wenn sich Vermögensverhältnisse, unternehmerische Pläne oder die persönliche Situation verändern. Eine sinnvolle Abwägung setzt deshalb voraus, dass das Ergebnis nicht bereits vorher feststeht. „Kritisch wird es hingegen, wenn eine Stiftung, Genossenschaft oder ein anderes Modell von Beginn an als Lösung feststeht. Eine ergebnisoffene Prüfung kann genauso zu einer neuen Struktur führen wie zu der Erkenntnis, dass die bestehende lediglich gezielt weiterentwickelt werden sollte“, erklärt Michael Schattmann.
Michael Schattmann von der Schattmann & Partner Wirtschaftskanzlei GmbH: Die passende Unternehmensstruktur schafft langfristigen Spielraum
Nach einer solchen Prüfung sollte für den Unternehmer vor allem nachvollziehbar sein, wie seine Struktur aufgebaut ist und welche Funktion ihre einzelnen Bestandteile erfüllen. Dazu gehört zu wissen, wo Vermögenswerte sinnvoll angesiedelt sind, wie operative Risiken berücksichtigt werden und welche Kosten, Pflichten oder langfristigen Bindungen mit der gewählten Gestaltung verbunden sind. Damit entsteht nicht nur eine Lösung für die aktuelle Situation, sondern eine Struktur, deren Auswirkungen und Grenzen dem Unternehmer bekannt sind.
Wie diese konkret aussieht, hängt vom jeweiligen Fall ab. Das Ergebnis kann eine Holding, eine vermögensverwaltende GmbH oder unter passenden Voraussetzungen eine Stiftung sein. Ebenso kann sich zeigen, dass keine grundlegende Neuordnung erforderlich ist. Die Schattmann & Partner Wirtschaftskanzlei GmbH begleitet Unternehmer von der Prüfung der Ausgangslage über die Entwicklung und Umsetzung einer passenden Gestaltung bis zu deren langfristiger Weiterentwicklung. „Eine gute Struktur erkennt man nicht daran, wie viele Gesellschaften sie umfasst, sondern daran, dass jede einzelne Entscheidung darin einen nachvollziehbaren Zweck erfüllt“, fasst Michael Schattmann zusammen.
Dann melden Sie sich jetzt bei Michael Schattmann und seinem Team der Schattmann & Partner Wirtschaftskanzlei GmbH und vereinbaren Sie einen Termin für ein unverbindliches Gespräch!