Wer in den Handel mit Kryptowährungen oder anderen Märkten einsteigt, träumt oft von einem planbaren Nebeneinkommen. Viele wollen sich neben dem Hauptberuf etwas aufbauen, andere suchen einen neuen Weg in Richtung mehr finanzieller Freiheit. Der Start wirkt dabei zunächst leicht, denn Tutorials und Tools sind schnell gefunden. In der Praxis werden genau diese Hilfsmittel jedoch häufig zum Problem: Statt Orientierung entsteht Reizüberflutung. Immer mehr Indikatoren werden getestet, Chartmuster durchforstet und neue Methoden ausprobiert. Das Ziel rutscht aus dem Blick, weil der Fokus ständig auf der nächsten vermeintlich besseren Lösung liegt. Das bleibt nicht ohne Folgen. Wer ständig nachbessert, verpasst Setups, zweifelt an Entscheidungen und fühlt sich unter Druck, immer am Chart bleiben zu müssen. Aus Unsicherheit werden impulsive Trades, häufig getrieben von Angst oder Gier. Bleibt diese Spirale bestehen, verliert Trading seinen planbaren Charakter und kostet Kapital und Selbstvertrauen. „Was die meisten Anfänger vergessen: Ohne klares System bleibt Trading reine Spekulation und raubt nicht nur Gewinne, sondern auch das Vertrauen in die eigenen Entscheidungen“, erklärt Florian Sondershausen.
Als Geschäftsführer der Haag Sondershausen Consulting GmbH ordnet Florian Sondershausen die Situation aus der Praxis ein. Der Daytrader mit Fokus auf Kryptomärkte sieht den entscheidenden Hebel nicht in immer mehr Werkzeugen, sondern in einem klaren Rahmen, der Entscheidungen berechenbarer macht.
„Die eigentliche Wende gelingt erst, wenn Disziplin und ein klar regelbasiertes Vorgehen auf jede Trade-Entscheidung angewandt werden, nur so wird aus Chaos eine Strategie, die tatsächlich planbare Ergebnisse ermöglicht“, betont er.
Im Kern geht es um einen nachvollziehbaren Prozess aus klarer Vorgehensweise und konsequentem Risikoverständnis, der nicht auf Bauchgefühl beruht. Welche Grundprinzipien dabei entscheidend sind und worauf es in der Umsetzung ankommt, zeigt der folgende Ratgeber.
Die Setup-Logik im Detail: Wie Liquidität für klare Entscheidungen sorgt
Im Zentrum des Ansatzes von Florian Sondershausen steht ein grundlegendes Marktprinzip: Liquidität. Große Marktteilnehmer benötigen sie, um Positionen aufzubauen. Genau deshalb bewegt sich der Kurs nicht selten dorthin, wo viele Privattrader ihre Stop-Loss-Orders platzieren, etwa knapp unter offensichtlichen Unterstützungen oder über markanten Widerständen. Dort entsteht kurzfristig zusätzlicher Verkaufsdruck oder Kaufdruck, weil Stop-Loss-Orders ausgelöst werden und so Liquidität verfügbar wird.

Typisch ist dabei ein kurzer Ausflug über oder unter ein solches Level, der anschließend schnell wieder zurückgenommen wird. Dieser Vorgang wird oft als „Liquidity Grab“ beschrieben. Entscheidend ist für Sondershausen jedoch nicht der erste Impuls, sondern das, was danach passiert. Er wartet, bis die Liquidität „abgeholt“ wurde und der Markt wieder in die eigentliche Richtung dreht. Erst dann sucht er nach einem Reentry, also einem strukturierten Wiedereinstieg, statt der Bewegung hinterherzuspringen. „Der Schlüssel ist, nicht dem ersten Impuls zu folgen, sondern auf den strukturierten Reentry zu warten, wenn die große Liquidität abgeholt ist“, so der Experte. So entsteht aus einem wiederkehrenden Muster ein klarer Rahmen, der Einsteigern Orientierung geben soll, ohne sich auf eine Vielzahl komplexer Indikatoren stützen zu müssen.
Florian Sondershausen über Filter und Signale: Wann ein Setup wirklich zählt
Nicht jede Bewegung über oder unter ein Level ist automatisch ein Einstiegssignal. Florian Sondershausen betont, dass ein Liquidity Grab nur dann Aussagekraft hat, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Andernfalls kann es sich schlicht um einen echten Bruch handeln, der weiterläuft. Ein zentrales Kriterium ist die Geschwindigkeit. Ein „echter“ Grab zeigt sich als schnelle Bewegung, häufig als kurzer Spike oder Wick, der unmittelbar wieder zurückgenommen wird. Fällt der Kurs dagegen langsam unter ein Level und bleibt dort, wertet Sondershausen das als Schwäche statt als gezielten Liquiditätsgriff.
Zusätzlich prüft er den Kontext auf höheren Zeiteinheiten. Statt ausschließlich im sehr kleinen Zeitfenster zu handeln, schaut er mindestens in den 15-Minuten-Chart, teilweise auch in den Stundenchart. Passt die übergeordnete Struktur weiterhin zum bisherigen Trendbild, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich nur um einen kurzfristigen Ausschlag handelt und nicht um einen Trendwechsel. Als drittes Kriterium nutzt er das Volumen. Beim Liquidity Grab sollte auffällig Volumen in den Markt kommen und danach wieder abnehmen. Für ihn ist das ein Hinweis darauf, dass große Orders gefüllt wurden und die Bewegung ihren Zweck erfüllt hat. Erst wenn Geschwindigkeit, höherer Kontext und Volumen zusammenpassen, entsteht ein Setup, das in sein Raster fällt.

Ergänzend arbeitet Sondershausen mit klar definierten Bereichen, in denen er ein mögliches Reaktionsverhalten des Marktes erwartet. Dafür markiert er vorab Zonen, etwa anhand von Heatmap-Daten und auffälligen Volumenbereichen. So sucht er nicht permanent nach Signalen, sondern konzentriert sich auf die Bereiche, in denen ein Setup überhaupt erst relevant werden kann.
Marktstruktur, Entry und Exit: So wird aus dem Setup ein Trade
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, richtet Florian Sondershausen den Blick auf die Marktstruktur. Dabei achtet er darauf, ob der Kurs nach dem Liquidity Grab tatsächlich wieder Stärke zeigt und nicht einfach weiter durchrutscht. Ein wichtiges Orientierungsmerkmal ist für ihn der sogenannte „Change of Character“, also ein sichtbarer Strukturwechsel im Chart, der darauf hindeutet, dass der Markt das kurzfristige Abholen der Liquidität verarbeitet hat und sich neu ausrichtet.
Für den Einstieg bedeutet das vor allem eines: Geduld. Sondershausen springt nicht in die erste Bewegung, sondern wartet auf den Reentry, nachdem der Spike gesetzt und der Rücklauf erfolgt ist. Erst wenn der Markt das Level zurückerobert und das Gesamtbild passt, wird der Trade geplant und umgesetzt. So soll vermieden werden, dass man zu früh in einen scheinbaren Dip einsteigt, der sich am Ende als echter Bruch entpuppt.

Auch beim Ausstieg arbeitet er nicht nach Bauchgefühl. Statt Positionen „auszusitzen“, schließt er Trades, wenn festgelegte Bereiche erreicht sind oder das Marktverhalten nicht mehr zur ursprünglichen Idee passt. In der Praxis kann das bedeuten, Gewinne unterwegs teilweise zu realisieren, wenn der Markt entsprechende Strecken gelaufen ist. Entscheidend ist dabei, dass der Ablauf vorher klar ist und nicht spontan in der Situation entschieden wird. Das sorgt für mehr Kontrolle und entlastet mental, weil der Prozess unabhängig von kurzfristigen Emotionen funktioniert.
Florian Sondershausen über Risikomanagement und typische Fehler: Warum am Ende die Mathematik entscheidet
Für Florian Sondershausen steht fest, dass eine Strategie nur dann langfristig funktioniert, wenn das Risiko konsequent begrenzt wird. Deshalb riskiert er pro Trade nach eigener Aussage nie mehr als ein Prozent seines Kontos. Der Gedanke dahinter ist einfach: Es geht nicht darum, jeden Trade zu gewinnen, sondern über viele Trades hinweg im Plus zu bleiben. Entscheidend ist dafür das Chancen-Risiko-Verhältnis. Sondershausen setzt als Ziel mindestens ein Verhältnis von 1:2, bevorzugt 1:3. Damit kann ein Trader auch dann profitabel sein, wenn er deutlich weniger als die Hälfte seiner Trades gewinnt. Als Orientierung nennt er, dass bereits eine Trefferquote von etwa 40 Prozent ausreichen kann, wenn das Risk-Reward-Verhältnis stimmt.
Genau an diesen Punkten scheitern viele Einsteiger. Ein häufiger Fehler ist, den Liquidity Grab mit einem echten Bruch zu verwechseln und zu früh zu handeln, obwohl die Bewegung zu langsam ist oder der Rücklauf ausbleibt. Ebenso problematisch ist es, nur auf sehr kleinen Zeiteinheiten zu entscheiden und den übergeordneten Kontext auszublenden. Vor allem aber wird Risikomanagement oft vernachlässigt. Wer zu viel pro Trade riskiert, kann sich mit wenigen Fehlentscheidungen aus dem Markt nehmen, selbst wenn das Setup grundsätzlich funktioniert. „Das Ziel ist nicht, mit jedem Trade recht zu haben, sondern einen sauberen Prozess zu etablieren, bei dem der Erwartungswert über die Zeit das eigene Konto wachsen lässt“, betont der Experte.
Mit der 5-Tages-Trader-Challenge zum strukturierten Einstieg ins Trading
Trading wird damit weniger zur Frage des Bauchgefühls, sondern zu einem planbaren Vorgehen mit klaren Regeln. Wer diesen Rahmen Schritt für Schritt aufbauen und praktisch umsetzen möchte, kann dafür auch die 5-Tages-Trader-Challenge nutzen. Die Challenge startet direkt nach der Anmeldung und ist als reines Online-Format aufgebaut. Die Inhalte sind als mehrteiliger Videokurs strukturiert und so konzipiert, dass pro Tag kurze Lerneinheiten von etwa 10 bis 20 Minuten ausreichen. Gleichzeitig ist es möglich, alle Inhalte am Stück zu schauen, wenn man sie kompakt durcharbeiten möchte.
Im Mittelpunkt steht der Aufbau einer klaren Trading-Struktur, die ohne überladene Analysen auskommt und sich auch neben dem Beruf umsetzen lässt. Ergänzend wird der Zugang über eine Lernplattform bereitgestellt. Außerdem wird im Rahmen des Angebots eine Community mit Unterstützung durch Live-Calls und Support genannt. So sollen Teilnehmer nicht nur einzelne Konzepte verstehen, sondern vor allem lernen, sie kontrolliert anzuwenden, damit Trading langfristig weniger zufällig und deutlich systematischer abläuft.
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