Heute erledigt derselbe Betrieb diese Arbeit mit weniger Leuten. Möglich macht das ein Fahrzeug von Anton Fischbacher aus Nußdorf am Inn, der KRANIMOG, der Transport, Kran und Arbeitsbühne in einer Maschine vereint.
Drei Aufgaben, die den ganzen Betrieb gebunden haben
Der Betrieb, eine Zimmerei mit Holzbau und Dachdeckerei aus dem süddeutschen Raum, kannte dieses Muster seit Jahren. Material transportieren, Bauteile heben, am Dach arbeiten: Jede dieser Aufgaben verlangte ihr eigenes Gerät und ihre eigenen Leute. Für lange Elemente fehlte das passende Zugfahrzeug, die Hubarbeitsbühne und bei größeren Hebearbeiten ein Autokran mussten geliehen werden. Vorfertigung und Montage blieben zwei getrennte Vorgänge, zwischen denen viel Zeit auf Transport und Organisation verloren ging.
Für Anton Bader, Geschäftsführer von Anton Fischbacher, ist das kein Zeichen schlechter Organisation. Ein Fahrzeug, das die drei Aufgaben verbindet und dabei auf jede Baustelle kommt, gab es bis vor einigen Jahren schlicht nicht. Die Betriebe richteten sich nach dem, was der Markt hergab.
Die Suche nach einem Fahrzeug, das es so nicht gab
Dennoch wollte der Inhaber dieser Zimmerei etwas ändern und der Auslöser dafür war eine schlichte Rechnung. Für einen einzigen Auftrag mehrere Mann auf die Baustelle zu schicken, wurde ihm schlicht zu teuer. Jeder, der fährt, lädt oder eine geliehene Maschine abholt, kostet Lohn und fehlt zugleich an anderer Stelle. In einem Betrieb, der jede Hand braucht, summiert sich das über jede Baustelle und jeden Arbeitstag.
Über eine Fachanzeige stieß er auf den KRANIMOG. Die Beschreibung passte genau auf das, woran es bei ihm hakte: ein Unimog mit Kran, Arbeitskorb und genug Zugkraft für die langen Teile, die er transportieren wollte.
So überzeugend das klang, der Inhaber zögerte. Ein KRANIMOG kostet mehr als ein gewöhnlicher Transporter, und bevor er diese Summe ausgab, wollte er für sich sicher sein, dass sich die Anschaffung rechnet.

Warum der Betrieb zuerst beim Preis zögerte
Diese Zurückhaltung kennt Bader von vielen Interessenten.
„Er musste die Vorteile erst für sich durchrechnen und sehen, dass die Wirtschaftlichkeit am Ende stimmt. Das ist bei so einer Investition völlig normal”, so Bader.
Als die Rechnung aufging, fiel die Wahl auf Karl, das mittelgroße Modell. Für die Mischung aus Transport, Reichweite und Hebeleistung, die eine Zimmerei braucht, war es der beste Schnitt aus Preis und Leistung, und es ist bis heute das meistverkaufte Modell der Reihe. Der Weg dorthin war kurz: ein erster Anruf, eine Mail mit Bildern, dann ein Termin in Nußdorf am Inn, bei dem alle Entscheider des Betriebs dabei waren. Danach stand die Zusage.
Was sich auf der Baustelle verändert hat
Nach der Anschaffung zeigte sich schnell, welche Möglichkeiten das neue Fahrzeug eröffnete. Statt mehrere Maschinen für einen Auftrag zu koordinieren, konnte der Betrieb nun Material transportieren, schwere Bauteile montieren und Arbeiten in der Höhe mit dem KRANIMOG erledigen.
Vor allem die Vorfertigung veränderte den Arbeitsalltag. Weil sich durch das kompakte Zugfahrzeug längere Anhänger einsetzen lassen, können größere Holzelemente bereits in der Werkstatt vorbereitet werden. Auf der Baustelle müssen diese anschließend nur noch mit dem eigenen Kran an ihren Platz gehoben und montiert werden.
Dadurch reduziert sich der Arbeitsaufwand vor Ort. Wie deutlich, bringt der Inhaber selbst auf den Punkt:
„Früher sind wir zu sechst auf die Baustelle gefahren, heute schaffen wir die gleiche Arbeit zu viert.”
Die zwei zusätzlich verfügbaren Mitarbeiter können sich währenddessen um andere Aufgaben kümmern. Gerade in einem Handwerksbetrieb, in dem qualifiziertes Personal knapp ist, macht das einen erheblichen Unterschied.
Doch nicht nur bei größeren Montagearbeiten profitiert die Zimmerei. Kleinere Reparaturen am Dach lassen sich heute mit dem eigenen Arbeitskorb erledigen, ohne dafür eine separate Hubarbeitsbühne mieten zu müssen.

Auch die zusätzlichen Einsatzmöglichkeiten haben sich verändert. Mit der eigenen Krantechnik und Seilwinde kann der Betrieb bestimmte Arbeiten übernehmen, für die früher externe Dienstleister benötigt wurden. Dazu gehören beispielsweise Baumarbeiten und die Montage von Kaminen. Selbst bei der Dachsanierung ergeben sich neue Abläufe. Mithilfe des passenden Anhängers lassen sich größere Mengen alter Dachziegel auf einmal abtransportieren, statt mehrere kleinere Fahrten organisieren zu müssen.
Damit spart der Betrieb nicht nur organisatorischen Aufwand. Er kann auch Leistungen selbst anbieten, die er zuvor an andere Unternehmen vergeben musste.
Warum sich die Investition auch nach dem Kauf weiterentwickelt hat
Dass ein vielseitiges Fahrzeug allein noch nicht den besten Arbeitsablauf ergibt, zeigte sich bei der ersten Kranprüfung nach rund drei Monaten.
Die Mitarbeiter waren mit dem KRANIMOG zwar schnell zurechtgekommen. Bei dem Termin nahm sich das Team von Fischbacher jedoch noch einmal Zeit, offene Fragen zu klären und zusätzliche Bedienhinweise zu geben. Außerdem wurden kleinere Anpassungen vorgenommen. Dadurch konnte die Zimmerei die Möglichkeiten des Fahrzeugs anschließend noch besser ausschöpfen.
Für Bader ist diese Betreuung ein wichtiger Teil seines Konzepts. Denn die Arbeitsabläufe unterscheiden sich von Betrieb zu Betrieb. Erst im täglichen Einsatz zeigt sich, welche Einstellungen oder Funktionen besonders häufig benötigt werden.

Dass der KRANIMOG inzwischen einen festen Platz im Unternehmen hat, zeigt sich sogar bei der Mitarbeitersuche. Nach Angaben von Bader konnte die Zimmerei einen neuen Mitarbeiter gewinnen, der sich gerade wegen des Unimog für den Betrieb interessierte.
Vom anfänglichen Zweifel zum Rückgrat des Betriebs
Vor der Anschaffung war der hohe Kaufpreis die größte Sorge des Inhabers. Heute bezeichnet er den KRANIMOG nach Baders Angaben als Rückgrat seines Betriebs. Entscheidend war für ihn am Ende nicht ein zusätzliches Fahrzeug, sondern dass er mit den vorhandenen Leuten mehr Aufgaben selbst erledigen kann.
Handwerksbetriebe, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, können bei Anton Fischbacher unter kranimog.de einen unverbindlichen Besichtigungstermin vereinbaren. Dabei lässt sich klären, welches KRANIMOG-Modell zu den eigenen Arbeitsabläufen passt und welche Ausstattung tatsächlich benötigt wird.