Insulinresistenz, Prädiabetes und Typ-2-Diabetes können sich im Alltag lange kaum bemerkbar machen. Ein erhöhter Blutzucker verursacht nicht automatisch Schmerzen oder Beschwerden, die jeden Tag daran erinnern, aktiv zu werden. So vergehen mitunter Jahre, in denen sich Betroffene an ihre Diagnose gewöhnen und davon ausgehen, dass der weitere Verlauf ohnehin weitgehend feststeht. Dabei können sich gesundheitliche Folgen entwickeln, lange bevor sie deutlich spürbar werden. „Viele werden erst dann aktiv, wenn körperlich bereits etwas spürbar wird. Dabei wäre es besser, viel früher gegenzusteuern“, sagt Peter Seidel von der Seidel Diabetesberatung.
„Auch wer schon seit zehn oder 20 Jahren mit Typ-2-Diabetes lebt, kann noch etwas verändern“, ergänzt Barbara Seidel. Gerade langjährig Betroffene haben häufig erlebt, dass sich ihre Situation trotz regelmäßiger Behandlung nicht grundlegend gebessert hat. Irgendwann entsteht daraus schnell der Gedanke, dass man sich mit dem bisherigen Verlauf abfinden müsse. Genau diese Haltung wollen sie aufbrechen. Aus ihrer Erfahrung lohnt es sich auch nach vielen Jahren, noch einmal genauer hinzuschauen und zu prüfen, wo noch Spielraum besteht.
Nicht nur den Blutzucker im Blick: Warum die Insulinresistenz entscheidend ist
Der Blick richtet sich deshalb nicht nur auf die Frage, wie sich ein einzelner Blutzuckerwert möglichst schnell senken lässt. Vielmehr geht es darum, was hinter den erhöhten Werten steckt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Insulinresistenz: Die Körperzellen reagieren weniger empfindlich auf Insulin und können Glukose dadurch schlechter aufnehmen. „Ein guter Blutzuckerwert ist natürlich wichtig. Aber für uns heißt das noch nicht automatisch, dass damit alles erledigt ist“, sagt Peter Seidel. Deshalb rücken auch die Faktoren in den Fokus, die die Stoffwechselsituation beeinflussen und konkret beeinflussbar sind.

Die Seidel Diabetesberatung soll die ärztliche Behandlung dabei nicht ersetzen, sondern ergänzen. Diagnosen, medizinische Kontrollen und Entscheidungen über Medikamente gehören weiterhin in ärztliche Hände. Gleichzeitig erleben Barbara und Peter Seidel, dass für eine intensive Begleitung bei Ernährung, Bewegung und anderen Gewohnheiten im Praxisalltag häufig wenig Zeit bleibt. „Ein Arzt kann in einem kurzen Termin nicht über Monate hinweg Ernährung, Bewegung und andere Gewohnheiten begleiten. Das ist auch nicht seine Aufgabe“, betont Barbara Seidel. Genau hier setzt die Seidel Diabetesberatung an und begleitet ihre Kunden bei der praktischen Umsetzung.
Die fachliche Grundlage dafür bringen beide aus unterschiedlichen Bereichen mit. Barbara Seidel ist zertifizierte Ernährungsberaterin und studierte Physiotherapeutin mit Hintergrund in Neurologie und Innerer Medizin. Peter Seidel ist staatlich anerkannter Diabetesberater, zertifizierter Ernährungsberater und medizinischer Fitnesstrainer. Gemeinsam begleiten sie Menschen mit Typ-2-Diabetes, Prädiabetes und Insulinresistenz dabei, herauszufinden, welche Maßnahmen in ihrer jeweiligen Situation sinnvoll und realistisch umsetzbar sind.
Barbara Seidel und Peter Seidel von der Seidel Diabetesberatung: Was im Alltag tatsächlich verändert wird – Ernährung, Bewegung und Gewohnheiten
Wie viel ein Kunde anpassen muss, hängt immer von seiner individuellen Situation ab. Zu Beginn wird deshalb genau geschaut: Wie sieht die Ernährung aus, wie viel Bewegung gibt es, wie steht es um Schlaf und Stress und welche Gewohnheiten stehen dem gesundheitlichen Ziel im Weg? Nicht jeder bringt dieselben Baustellen mit.
„Wir verlangen von niemandem das Unmögliche. Aber wer etwas verbessern will, muss auch bereit sein, Gewohnheiten zu verändern“, sagt Peter Seidel.
Was bereits gut läuft, soll bleiben, was nicht passt, wird Schritt für Schritt angepasst. Den größten Hebel sieht die Seidel Diabetesberatung in der Ernährung. Dabei geht es weder darum, möglichst wenig zu essen, noch ganze Nährstoffgruppen pauschal zu streichen. „Weniger zu essen ist nicht automatisch die Lösung. Viel wichtiger ist, die Lebensmittel auszuwählen, die zur eigenen Situation passen“, erklärt Barbara Seidel. Dabei kommt es unter anderem darauf an, wie stark ein Produkt verarbeitet ist, wie gut es sättigt, wie es vertragen wird und ob es zum jeweiligen Ziel passt. Auch Kohlenhydrate werden deshalb nicht grundsätzlich gestrichen. Welche Lebensmittel sinnvoll sind, hängt unter anderem von Vorlieben, Verträglichkeiten, Allergien und der persönlichen Situation ab. Bei stark übergewichtigen Kunden kann Gewichtsreduktion wichtig sein, während bei schlanken Menschen mit Insulinresistenz oder Typ-2-Diabetes andere Ziele im Vordergrund stehen.

Ähnlich individuell gehen sie bei Bewegung und weiteren Lebensstilfaktoren vor. Mehr Schritte, Radfahren oder Schwimmen können je nach körperlicher Verfassung bereits sinnvoll sein. Besonders wichtig ist ihnen Krafttraining, weil Muskelmasse eine Rolle bei der Glukoseverwertung spielt und mit zunehmendem Alter ohnehin abnimmt. Sie möglichst zu erhalten und, wenn möglich, aufzubauen, ist deshalb ein wichtiger Bestandteil ihres Ansatzes. Niemand muss dafür täglich stundenlang trainieren oder einen Marathon laufen. Vielmehr soll die Bewegung zur jeweiligen Person und ihren Möglichkeiten passen. Hinzu kommen Schlaf und Stress, bei Bedarf auch Alkohol oder Rauchen. Auch hier gilt: Wer in einem Bereich bereits gut aufgestellt ist, muss dort nicht unnötig eingreifen. Ansatzpunkte liegen vielmehr dort, wo tatsächlich Verbesserungen notwendig und dauerhaft umsetzbar sind.
Warum einzelne Termine oft nicht reichen: Begleitung im Alltag
Die individuelle Anpassung endet nicht mit einem ersten Plan. Im Laufe der Zusammenarbeit entstehen neue Fragen, Routinen funktionieren nicht wie gedacht oder Ziele verschieben sich. Deshalb arbeitet die Seidel Diabetesberatung über mehrere Monate eng mit ihren Kunden zusammen. „Wenn etwas nicht funktioniert, wollen wir nicht erst Wochen später davon erfahren. Dann muss man direkt schauen, woran es liegt und was angepasst werden kann“, sagt Peter Seidel. Im regelmäßigen Austausch können offene Fragen und konkrete Schwierigkeiten aufgegriffen und die nächsten Schritte bei Bedarf angepasst werden. Gleichzeitig erhalten die Kunden Hintergrundwissen, damit sie nicht nur wissen, wo sie ansetzen können, sondern auch verstehen, warum bestimmte Veränderungen sinnvoll sind.

Wie die Begleitung im Einzelnen gestaltet wird, richtet sich nach der gesundheitlichen Situation, den persönlichen Zielen und den Herausforderungen, die sich während der Umsetzung ergeben. Verändern sich beispielsweise Blutwerte, soll ein erreichtes Gewicht gehalten werden oder treten neue Schwierigkeiten auf, kann darauf im weiteren Verlauf eingegangen werden. Darin liegt ein wesentlicher Punkt ihrer Arbeit: Statt nach einem einzelnen Termin über Wochen allein weiterzumachen, erhalten die Kunden kontinuierliche Unterstützung bei der Umsetzung und können notwendige Anpassungen fortlaufend mit Barbara und Peter Seidel besprechen.
Was auch nach vielen Jahren noch möglich ist: Ein Fall aus der Beratung von Barbara Seidel und Peter Seidel von der Seidel Diabetesberatung
Dass sich auch nach vielen Jahren noch etwas verbessern kann, zeigt ein Fall aus der Seidel Diabetesberatung. Ein Kunde lebte bereits seit rund 20 Jahren mit Typ-2-Diabetes und hielt selbst kaum noch Fortschritte für möglich. Innerhalb von weniger als zwölf Wochen habe sich sein Langzeitblutzucker deutlich verbessert. Für Barbara und Peter Seidel zeigt dieser Fall vor allem eines: Die Dauer der Erkrankung allein entscheidet nicht darüber, was sich durch Anpassungen des Lebensstils noch erreichen lässt. „Wir wollen keine pauschalen Versprechen geben. Aber eine lange Krankheitsgeschichte bedeutet nicht automatisch, dass keine Verbesserung mehr möglich ist“, betont Barbara Seidel.
Wie stark sich Werte tatsächlich entwickeln, ist individuell und hängt unter anderem von den Voraussetzungen, bestehenden Begleiterkrankungen, der Medikation und der konsequenten Umsetzung ab. Deshalb ist hier nicht von Heilung, sondern von einer möglichen Remission des Typ-2-Diabetes die Rede. Auch Medikamentenanpassungen dürfen nicht eigenständig vorgenommen werden, sondern gehören in die Hände des behandelnden Arztes. Ihre zentrale Haltung bleibt dennoch klar: Eine Diagnose muss nicht bedeuten, dass Betroffene ihren weiteren Verlauf einfach hinnehmen müssen. „Der beste Zeitpunkt, etwas zu verändern, wäre gestern gewesen. Der zweitbeste ist heute“, fassen Barbara und Peter Seidel zusammen.
Dann melden Sie sich jetzt bei Barbara Seidel und Peter Seidel von der Seidel Diabetesberatung und klären Sie in einem kostenlosen Beratungsgespräch, welche nächsten Schritte zu Ihrer persönlichen Situation passen.